Hier werden Sie einiges Wissenswertes über das Aquatarium und den Inhaber Jens Gottwald erfahren.

Ich, Jens Gottwald, erblickte im Jahre 1967 das Licht dieser Welt.
Seit meinem sechsten Lebensjahr bin ich Aquarianer. In meinem ersten 40-Liter-Becken hielt ich Guppies und Black Mollies.
Mit neun Jahren pflegte ich dann in einem 128-Liter-Becken (80x40x40 cm) die ersten amerikanischen Buntbarsche (Aequidens pulcher, Thorichthys meeki, Herichthys carpintis). Aquarien und Buntbarscharten mehrten sich in den folgenden Jahren stetig.
So folgte mit zwölf Jahren ein 375-Liter-Aquarium (150x50x50 cm) in dem ich Amphilophus citrinellus oder labiatus hielt. Weiterhin befanden sich in dem Aquarium Hypselecara temporale und Vieja synspila.
Im Jahr 1983 pflegte ich ein Zuchtpaar von Nandopsis tetracanthus in einem 96 Liter Becken.
Drei Jahre später waren es dann wieder zwei Becken mit 288 Liter (120x60x40 cm) und 300 Litern (100x60x50 cm). Im 300 Liter Becken befand sich ein Pärchen Vieja maculicauda aus Costa Rica. Im 288 Liter-Aquarium waren Hypsophrys nicaraguensis, Parachromis friedrichthalii und Vieja bifasciata.
Im nun fogenden Jahr 1987 ging für mich ein Traum in Erfüllung. Im Partykeller meiner Eltern durfte ich ein 1050 Liter-Aquarium (250x70x60 cm) aufstellen. Es wurde mit Chuco intermedia, Cichlasoma istlanum, Parachromis dovii und Vieja zonata besetzt. Irgendwie fand ich in dem Raum noch Platz für sechs weitere kleinere Aquarien. Als auch die quasi über Nacht besetzt waren, wurde klar das nur eine Vergrößerung der Kapazitäten kurzfristig Abhilfe schaffen konnte.
Nach meinen 15 Monaten bei der Bundeswehr wurde im Jahre 1989 der Aquarienkeller im ehemaligen Schweinestall des Hauses meiner Mutter fertiggestellt. Er fasste Platz für 60 Aquarien mit einem Gesamtinhalt von circa 11.000 Litern.
Während der Wartezeit aufs Biologiestudium fing ich bei Zoohaus Bergmann in Hannover zu arbeiten an. Es gefiel mir hier so gut, dass ich mich nach zwei Jahren entschloss etwas Eigenes zu machen. Hierbei stand mir Wolfgang Bergmann mit Rat und Hilfe zur Seite.
Leider erhielt ich zeitgleich zur Bauphase, meine Zulassung zum Biologiestudium in Hannover. Ich baute mit vielen Helfern ab August 1991 ein ehemaliges Blumengeschäft mit anschließendem Gewächshaus zum AQUATARIUM um.
Stellvertretend für alle Helfer möchte ich die folgenden besonders erwähnen: Dietmar Gottwald, Karin Gottwald geb. Wittkopf, Dr. Hans Handrich, Axel Lünse, Hans-Reinhard Prinz, Hildulf Wittkopf.
Nach einigen Problemen mit der Baugenehmigung konnte ich endlich am 15.Februar 1992 eröffnen. Die Doppelbelastung von Laden und Studium beendete ich durch meine Exmatrikulation im 4. Semester des Diplomstudienganges.
Der nächste Schritt der Spezialisierung erfolgte in April 1998. Mit Bertolds Welswelt wollte ich in Kooperation eine Fangstation in Brasilien gründen, jedoch entschlossen sich die Bertolds ihren Großhandel zu schließen. Somit führte ich das Projekt alleine weiter und merkte sehr bald, dass mit Großcichliden allein die Station nicht zu halten war. Jedoch durch die Mischung aus Großcichliden und Harnischwelsen bleibt das "Unternehmen Brasilien" halbwegs rentabel. Ich arbeite mit meinem Partner in Brasilien auf einer "Fair-Trade" Basis zusammen, was die Tiere zwar teilweise verteuert, mir persönlich aber sehr wichtig ist.
Im Jahr 2000 lernte ich durch die Vermittlung von Eckhard Gauglitz, Hans-Jürgen Köpke kennen und schätzen. Als sein Stellvertreter habe ich fünf Monate intensiv die Pflege des Pavillons der bolivarischen Republik Venezuela auf der EXPO 2000 betrieben. Meine Aufgabe lag neben der Reinigung der Aquarien hauptsächlich in der Kontrolle der Fische und Technik.
Mein Partner in Brasilien hat die Lizenz in mehreren Bundesstaaten Brasiliens Fische zu fangen und zu exportieren. Er unternimmt ein bis zwei Expeditionen pro Jahr um neue Zierfischarten für die Aquaristik einzuführen.
Derzeit baue ich gemeinsam mit Michael Böettner von Zierfische Böettner aus Dingelstädt eine Exportstation in Venezuela auf. Aufgrund von Reisen unsererseits nach Venezuela vermuten wir dort noch extrem viele Neuheiten in allen Fischfamilien.
Ich war bereits neun Mal in Südamerika und kann mich außer in Deutsch zusätzlich noch in Englisch, Französisch, Portugiesisch und Spanisch verständlich machen.